Bring- und Holtag am Rüti 27. September 2014

Die Gemeinde Rüti organisiert zu Recht und mit viel Weitsicht jährlich diesen Anlass, an dem noch brauchbare und zum Teil sehr gut erhaltene Waren und Gebrauchsgegenstände, welche sonst entsorgt würden, im Kreislauf der Verbraucher bleiben, was sowohl sozial, wie auch ökologisch einen positiven Effekt erzielt.

Der Bring- und Holtag fand in einer der Hallen beim Entsorgungspark der A. Schnyder Unternehmungen statt, und der Tennisclub, als durchführender Verein wurde tatkräftig und professionell von den Mitarbeitern des Schnyder-Teams unterstützt. Deren wertvolle Tipps aus langjähriger Erfahrung und die effiziente Arbeitsweise erleichterten immer wieder die Abläufe. Auch der Einsatz der Feuerwehr und der gut ausgebildeten jungen Verkehrskadetten war vorbildlich.

An diesem Samstag verlief alles rund, die Mitglieder des TC Rüti waren motiviert, voller Tatendrang und mit Lust zur Teamarbeit angetreten und so konnten ohne Zwischenfälle alle Anforderungen und Aufgaben erfüllt werden. Auch für die Verpflegung der Einsatzteams und der Besucher war durch das Beizli-Team unter der Leitung von Charly bestens gesorgt.

So ein Bring- und Holtag hinterlässt aber auch starke Eindrücke. So war mir nicht bekannt, dass im Umfeld unserer Gemeinde so viele Menschen angewiesen sind auf Grundeinrichtungs- und Gebrauchsgegenstände und dass wiederum so viele Menschen gerne bewusst ihre gebrauchten Gegenstände anderen zur Verfügung stellen. Da waren sehr schöne und gut erhaltene Waren dabei und sie erhielten im Handumdrehen neue Besitzer. Trotzdem bogen sich die Tische bald unter der Last immer neuer Waren.

Immer wieder kam es auch zu wertvollen Begegnungen zwischen den Mitgliedern vom TC Rüti und den Besuchern aus allen Nationen. Gerne war man behilflich, für den Bub das gewünschte Buch unter der riesigen Auswahl zu finden, andere warteten sehnsüchtig auf ein Velo, während man am Geschirrtisch bei der Suche nach Moccatässchen mithalf. Obwohl es an den 36 Doppeltischen oft rege zu- und herging, waren gegenseitige Toleranz und Akzeptanz selbstverständlich.

Eine Anregung für zukünftige Anlässe dieser Art bleibt: Am Ende des Bring- und Holtages wurden die Waren, welche keinen neuen Besitzer gefunden hatten, nach Materialien getrennt entsorgt. Unter anderem musste so ein ganzer Container voller Bücher der Entsorgung/Recycling zugeführt werden. Ein Grossteil dieser Bücher war in gutem Zustand und die Auswahl war riesig und vielfältig (tolle Schriftsteller, wunderbare Bildbände, Lehrmittel, Bestseller, Romane, etc.). Hier wäre es sinnvoll, vorgängig mit einer geeigneten Institution, wie Heime, Bibliotheken, Brockenhäuser, Altwarenhändler, etc. in Kontakt zu treten, um am Endes des Bring- und Holtages den Rest der Bücher weiterzugeben statt zu vernichten. Auch für Geschirr und Porzellan wäre eine solche Anfrage zu überlegen.

Während dieser letzten Phase des Bring- und Holtages, dem Aufräumen nämlich, waren alle Beteiligten dankbar, dass dank der Nähe zum Entsorgungspark und dem tollen Einsatz des Schnyder-Teams das Abräumen zügig und unkompliziert vonstatten ging. An jeder anderen Örtlichkeit hätten diese Arbeiten wohl unendlich viel länger gedauert.

Für mich war dieser Tag sehr eindrücklich, zeigte er doch auf, welch tolle Früchte mit teamorientiertem Handeln geerntet werden können; aber auch, wie die sozialkompetente Ausrichtung einer Gemeinde mit einem breiten Netzwerk von Organisationen und Vereinen Bewusstsein entstehen lassen.

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