Rückblick Interclub 2014

Wie wir wissen, ist unser Interclub eine mystische Angelegenheit. Ob jung, ob alt, ob Leistungsträger oder Ersteinsteiger, alle wollen das Ziel, sich im Wonnemonat Mai mit anderen Mannschaften zu messen, nicht missen. Diese alljährlichen Auseinandersetzungen im Team finden für viele schon seit Jahrzehnten statt. Wir nehmen schlechtes Wetter in Kauf, leichte Verletzungen werden weggesteckt, Trainingslager absolviert, taktische Varianten eintrainiert, neu Schläge verinnerlicht, die Kondition wird auf Vordermann gebracht und das beste Tennismaterial besorgt. Nach einem schweisstreibenden Jahr ist es dann endlich soweit. An fünf bis sechs Wochenenden im Mai und Juni beginnen die Meisterschaften, oft mit klopfenden Herzen und nassen Händen. Mit dem Interclub mutiert der Individualsport Tennis zum Team-Sport – und genau hier fängt die Faszination an. Denn Teamwork ist eine wunderschöne Sache, bei der Kollegialität, Freundschaft und Zielsetzungen feinmaschig verbunden werden können, dies mit dem Einsatz von Disziplin, Humor und Ehrgeiz. Damit entsteht eine Bindung innerhalb der Mannschaft, die auch eine Vorbildfunktion für unseren Nachwuchs beinhaltet. Es ist nicht unbedingt wichtig, die absolut beste Mannschaft zu sein, es wäre aber auch falsch, wenn man die Leistungsmöglichkeiten des Teams nicht abrufen würde. Ehrgeiz ist immer gefragt und die Leistung einer Mannschaft stimmt nur dann, wenn diese strikt organisiert worden ist. Damit wird der Wille zur Leistung auch ein wenig eine Message an unsere Zeit und unseren Nachwuchs. Nämlich selbst an seine Leistungsgrenze zu gehen, diese womöglich gar nach oben zu verschieben und trotzdem geschlossen als Mannschaft aufzutreten.

Zusammenfassend möchte ich meinen, dass unsere Interclub-Mannschaften sehr viele schöne Seiten aufzeigen, vor allem Kollegialität, Freundschaft und einen sehr guten Umgang miteinander.

Ein paar Dinge muss man aus der Sicht des Zuschauers noch ansprechen, da sie sonst ein falsches Bild abgeben würden. Es sind eher Dinge technischer Natur, aber sie können ausschlaggebend sein.

Im Mai oder Juni sind die Temperaturen oft relativ hoch. Unsere sehr guten Plätze brauchen aber viel Wasser. Es ist daher wichtig, vorher zu nässen, nach jedem Satz zu nässen und auch nach dem Wettkampf. Selbst aus der Vogelperspektive des Zuschauers erkennt man die Linien nach einem Satz ohne Nässen nicht mehr. Das wird zum Nachteil für beide Spieler.

Es gibt eine klare Regelauslegung von Swisstennis, welche Farbe die Heimmannschaft beim Schreiben verwenden sollte. Es ist sonst für die Fans sehr schwierig, die Spiele zu verfolgen, wenn jeder sein eigenes Farbensüppchen kocht. Schön wäre, wenn sich die Kapitäns auf eine Farbe für die Heimmannschaften einigen könnten. Sollten in einem Spiel klare Regelverstösse begangen werden, muss der Mannschaftskapitän intervenieren, schon als Vorbild für unser Junioren und um den Fairplay begreiflich zu machen.

Die Betreuung der einzelnen Spieler während des Spiels ist Sache des Mannschaftskapitäns. Mit viel Feingefühl und positiv aufbauenden Gesprächen kann hier viel erreicht werden. Vor allem wird spürbar, dass die Mannschaft geführt wird. Interclub ist ein Nervenspiel und die Team-Präsenz muss spürbar sein. Unsere TC Rüti Spieler haben bei Heimspielen die Unterstützung von Aussen. Es ist Herzenssache, wenn unsere Spieler unterstützt werden. Der Tennissport braucht Emotionen und diese beleben das Spiel.

Ich persönlich würde mich freuen, wenn unsere Mannschaften ihre Leistungsgrenzen für das 2015 so formulieren können, dass sie den jeweiligen Spielern gerecht werden. Unsere Mannschaften haben ein riesiges Aufstiegspotenzial. Zudem können wir hier auf ein gutes Vorbild zurückgreifen: Unsere ehemaligen Nati A Spieler, später Nati B Aktive und Nati C Senioren haben gezeigt, dass auch ein kleiner Verein mit einer feinmaschigen Mannschaftsphilosophie enorm viel erreichen kann. Obwohl das schon lange her ist, kann es für uns eine sportliche Richtlinie bedeuten.

Die Resultate der einzelnen Mannschaften sind hier ersichtlich.

Ich konnte viele Heimspiele unserer Mannschaften beobachten. Gerne möchte ich eines herausheben, welches die Faszination des Team-Sports Interclub widerspiegelt. Es war dies das Aufstiegsspiel unserer Herrenmannschaft 35+ gegen Witikon. Obwohl die Mannschaft 1:5 verloren hat, zeigte diese Begegnung, welche Essenz und welche Emotionen der Tennissport beinhaltet, ebenso wie stark sich Leistung und Ehrgeiz positiv für die Aura eines Spieles auswirken.

Obwohl die Mannschaft von Reto Kluser auf drei wertvolle Stammspieler aufgrund von Verletzungen verzichten und damit eine schwierige Aufstellung meistern musste, kämpften alle Spieler bis zum letzten Ball. Reto mit Verletzung und Zähneknirschen, Marc in einem Abnutzungskampf von hoher spielerischer Qualität, Martin Hess mit aller Kraft, Ralph mit viel Nachhaltigkeit und Martin Lienhard mit hoher Konzentration. Trotz der klaren Niederlage war die Message unserer Mannschaft vorbildlich für unseren Sport. Diese Spiele haben viele Zuschauer angezogen und auch fasziniert. Das sind Beispiele, die wir für den Aufbau unseres Jugendsports dringend brauchen. Nicht zuletzt war die Bereitschaft des Mannschaftskapitäns, sein Team zu führen, obwohl er verletzt war, ständig präsent.

Bei den Junioren gewannen die Jungs zweimal klar mit 0:6. Im Kampf um den ersten Platz wurde es dann gegen einen altersmässig und körperlich überlegenen Gegner sehr schwer zu bestehen. Als gute Gruppenzweite können sie weiter aufbauen. Die Fortschritte bei unseren Jungen sind klar ersichtlich und sehr begrüssenswert. Vor allem das Coaching unseres Tennistrainers Sven ist überall bemerkbar. Man merkt bei Sven, dass es „seine“ Jungs und Mädels sind.

Auch die Mädchenmannschaft hat in der letzten Begegnung eine äusserst gute Leistung gezeigt und auswärts 3:0 gewonnen.

Ich glaube, im 2015 können unsere Mannschaften ihre Ziele klar setzen und ihre Grenzen ausloten.

Als Dankeschön für dieses schöne Interclub-Jahr werden wir am 4. Oktober, ab 11.00 bis ?? unter dem Motto „Teamgeist“ ein tolles Fest ausrichten. Reserviert Euch jetzt schon dieses Datum, es wird gejasst, Fussball, Tischtennis, Tennis und Darts gespielt, gejumpt und geschwommen, das Ganze wird untermalt mit Musik, Fleischtrümmern und Salatfantasien und Dessertvariationen. Genaueres wird Anfang September bekannt gegeben.

Euer Präsi Peter

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